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Der Schutz der Artenvielfalt beginnt oft im Kleinen. Auch Mietergärten können einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten. Mit einer vielfältigen und insektenfreundlichen Bepflanzung sowie einer nachhaltigen Bodenpflege lässt sich nicht nur die heimische Tier- und Pflanzenwelt stärken, sondern auch ein widerstandsfähiger Garten für die Zukunft gestalten.
Lesedauer: ca. 3 Minuten
Besitzer von Mietergärten können zu Biodiversität und Klimaresilienz beitragen
Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten gelten weltweit als gefährdet. Experten befürchten, dass zahlreiche von ihnen in den nächsten Jahrzehnten für immer aussterben werden. Auch in unserer Region am Niederrhein sind viele Arten gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Die Insektenpopulation ist auch hier stark zurückgegangen. Das Schlüsselwort zum Artenschutz, an dem alle Besitzer von Mietergärten ihren Anteil haben können, lautet „Biodiversität“. Sie umfasst gleichermaßen die Tier- und Pflanzenwelt mit vielen Wechselwirkungen.
Deutliche Wechselwirkung von Biodiversität und Klimawandel
Der Klimawandel hängt eng mit dem Begriff zusammen. Denn die Erderwärmung schadet der Artenvielfalt und setzt die biologischen Systeme unter Stress. Um dem etwas entgegenzusetzen, sind auch die Mitglieder der Baugenossenschaft Dormagen mit Mietergärten gefordert. Sie können in ihrem Bereich durch geeignete Maßnahmen vieles zur Biodiversität beitragen – gerade jetzt im beginnenden Frühjahr, wo vieles neu gepflanzt wird. Wichtig ist dabei die Vielfalt der Pflanzen und Sträucher und ihre Resilienz gegenüber dem Klimawandel.
Was Experten Besitzern von Mietergärten empfehlen
Hier einige Experten-Tipps: Bei der Auswahl der Pflanzen sind wichtige Aspekte zu beachten. Zur Stärkung von Biodiversität im Garten sollten durchdachte Stauden-Kompositionen mit insektenfreundlichen Arten Verwendung finden. Das bedeutet auch, dass nicht jede optisch attraktive Blüte einen ökologischen Mehrwert und eine echte Nahrungsquelle für Insekten bietet. Auf „invasive“ bzw. stark problematische Arten wie beispielsweise Kirschlorbeer oder Sommerflieder sollte verzichtet werden. Angesichts der Zunahme von heißen Sommern ist die Auswahl von trockenresistenten Pflanzen wie beispielsweise Lantana, Fetthenne, Lavendel, Blauraute oder Prachtkerze zu bevorzugen. Außerdem sollten die Arten schädlingsresistent und robust sein.
Mildes Klima in der Region begünstigt frühzeitiges Pflanzen
Das milde Klima in der Region Dormagen lässt es in der Regel zu, bereits ab März mit den Pflanzungen zu beginnen. Das Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt für mehrjährig blühende Stauden, weil sie vor dem Sommer noch gut einwurzeln. Die entsprechenden und für eine lebendigen Boden geeigneten Staudenarten tragen einprägsame Namen wie Wiesen-Salbei, Natternkopf, Flockenblume oder Wiesenschafgarbe. Ähnliches gilt auch für das Pflanzen von Sträuchern, die nach dem Setzen gut eingeschlämmt und später regelmäßig gewässert werden müssen. Einige Beispiele für Sträucher mit einem starken Boden-Ökosystem-Effekt sind Holunder, Hasel, Wildrose oder Schlehe.

Organische Düngung mit Kompost und Grünpflanzen ist das beste Mittel
Von zentraler Bedeutung für die Biodiversität ist das „Bodenleben“. Durch eine organische Düngung von Rasen- und Pflanzflächen kann dieses am besten gefördert werden. Kompost und Gründünger sind dabei wichtige Grundlagen. Es empfiehlt sich, Laub- und Schnittgut nicht einzusammeln, sondern liegen zu lassen oder als Mulch zu verwenden. Darüber hinaus sollte im Frühjahr regelmäßig Kompost ausgebracht oder Gründüngung wie Klee, Ölrettich, Lupinen oder Phacelia (Bienenfreund) gesät werden.
Der sommerlichen Trockenheit zuvorkommen
Es geht darum, dem Erdreich immer wieder eine organische Masse zuzuführen. Dies ermöglicht eine gute Wurzelentwicklung vor dem Einsetzen sommerlicher Trockenheit. Bei der Bearbeitung des Bodens ist zu beachten, dass die obere Schicht schonend behandelt wird, also eine behutsame Lockerung der Kruste und kein tiefes Umgraben. Auf diese Weise gelingt es, ein aktives Bodenleben aufzubauen und die gesamte Bodenstruktur zu stärken.
Gute Bodenstruktur stärkt mit eigenem Ökosystem die Biodiversität
Warum ist das von großer Bedeutung für die Biodiversität? Der Boden ist ein eigenes Ökosystem. Seine Organismen bilden ein umfassendes Nahrungsnetz. Dazu gehören u.a. Regenwürmer, Pilze, Bakterien, Nematoden und Milben. Eine gute Bodenstruktur hält als Wasserspeicher mehr Feuchtigkeit bereit und bietet einen Schutzraum für Bodentiere. Der Wurzelraum fördert darüber hinaus das kräftige Wachstum von Pflanzen. Ein gesunder Boden führt letztlich zu einer größeren Vielfalt von Flora und Fauna. Ausgelaugte oder zu stark verdichtete Böden bewirken hingegen Sauerstoffmangel und Trockenheit. Die Folge ist eine deutliche Verringerung der biologischen Vielfalt und der Resistenz gegen die Klimaerwärmung.
Weitere Informationen:
Interne Links:
- Spatenstich 2025 – Neues Stadtquartier Dormagen-Horrem
- Neues Stadtquartier Dormagen-Horrem – Baugenossenschaft Dormagen eG – Zukunft des Bauens & Wohnens
- BGD Wohnen – Baugenossenschaft Dormagen eG
- Unternehmen – BGD Wohnen – Baugenossenschaft Dormagen eG
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© Titelild: Anabell Weinen
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