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Herbstwanderung unter bunt gefärbten Bäumen in der Herbstsonne

Wissenswertes: Soziale Aspekte

Aktiv im Herbst mit Wanderungen durch bunte Wälder

Dormagen | Christian van Kan | 02.10.2026

Bunt gefärbte Wälder, stille Weiher und Wege durch feuchte Bachtäler machen den Herbst zu einer reizvollen Zeit für Ausflüge. Rund um Dormagen, Köln und Düsseldorf liegen abwechslungsreiche Ziele, die sich ohne lange Anreise erreichen lassen. Vorgestellt werden Touren durch den Königsforst und das Rotthäuser Bachtal sowie einige Besonderheiten am Wegesrand.

 

Lesedauer: ca. 3 Minuten

 

Das leise Rascheln von Laub – Balsam für die Seele

Wenn der Herbst kommt und die lichtarmen Monate vor der Tür stehen, führt das bisweilen zu trüben Gedanken und Gefühlen der Melancholie. Gerade jetzt ist es daher für alle Menschen empfehlenswert, außerhalb der Wohnung in der Natur und den Wäldern der Region Entspannung zu suchen, abzuschalten, die herbstliche Blätterfärbung und das leise Rascheln von Laub auf den Spazierwegen zu genießen. Die Mitglieder der BGD müssen dafür keine weiten Touren in die Mittelgebirge unternehmen. In der Region rund um Dormagen und Köln gibt es überraschend viele Waldlandschaften, die besonders im goldenen Oktober beliebte Ausflugsziele sind und das Auge mit prachtvollen Farbspielen verwöhnen.

 

Kölner Königsforst als lohnendes Ausflugsziel im Oktober

Gleich um die Ecke liegt zum Beispiel der Wildpark Tannenbusch, der um diese Jahreszeit ein herrliches Wald- und Naturerlebnis bietet. Etwas weiter entfernt, aber auch mit dem ÖPNV gut erreichbar, ist der Königsforst mit der angrenzenden Wahner Heide – ein großes, zusammenhängendes Waldgebiet östlich von Köln. Dort gibt es längere Wanderwege mit gelben, orangefarbenen und roten Blättern in allen Schattierungen, die besonders bei Sonnenschein und blauem Himmel ihre Wirkung entfalten.

 

Wanderung im bunten Herbstwald
Bunte Blätter, ruhige Wege und stimmungsvolle Gewässer machen Spaziergänge im Herbst besonders reizvoll. Auch in der Region laden zahlreiche Wald- und Naturlandschaften zu einer kleinen Auszeit ein. © JillWellington, pixabay

 

Drei Mitarbeiter der Stadtverwaltung als Namensgeber für den „Monte Troodelöh“

Wer im Königsforst wandern geht, sollte unbedingt dem „Monte Troodelöh“ einen Besuch abstatten. Mit rund 118 m ist er der höchste Punkt im gesamten Kölner Stadtgebiet mit einem „Gipfelstein“. Der originelle Name der Erhebung geht auf die Namenskürzel dreier ehemaliger Mitarbeiter der Stadtverwaltung zurück, die den „Gipfelpunkt“ erstmals 1999 zusammen „bestiegen“ und vermessen haben. Es waren die Herren Michael Troost, Friedrich Dedden und Kai Löhmer. Ein ebenfalls lohnendes Ziel im Königsforst ist der in der Nähe befindliche „Kettners Weiher“. Der Name geht auf den preußischen Oberförster Otto Kettner zurück. Das Gewässer wurde künstlich angelegt. Gemütliche Bänke laden zur Rast ein. Im Herbst ist der See zwischen den bunten Bäumen besonders stimmungsvoll.

 

Gut erreichbare Rundwanderwege mit dem Auto oder dem ÖPNV

Ein guter Ausgangspunkt ist der kostenlose Wanderparkplatz Königsforst, Köln, Forsbacher Straße 29. Eine ca. sechs Kilometer weite Tour führt über Waldwege zum „Monte Troodelöh“, zum „Kettners Weiher“ und wieder zurück. Wer mit dem ÖPNV fahren möchte, für den gibt es als Alternative einen ca. vier Kilometer langen Rundwanderweg vom Endpunkt der Linie 9. Es geht über den Schiefer Hauweg, den Klasheidener Weg und den Wolfsweg zum „Monte Troodelöh“ und wieder zurück über den Steinbruchweg. Die gut zwei Stunden lange Tour hat einen leichten Schwierigkeitsgrad und führt überwiegend über Wald- und Kieswege. Also ein gutes Ausflugsziel auch für ältere Leute und Familien mit Kindern.

 

Königsforst – interessant für fachkundige Pilzsammler – aber nur kleine Mengen erlaubt

Wer möchte – und sich mit Speisepilzen wirklich gut auskennt –, kann sich aus dem Königsforst ein essbares „Souvenir“ für das gemeinsame Abendessen mitbringen. Das ansonsten sehr strenge Natur- und Artenschutzgesetz in NRW erlaubt dort das Sammeln bestimmter Pilzarten, allerdings nur in geringeren Mengen und für den Eigenbedarf. Dazu zählen beispielsweise Steinpilze, Pfifferlinge, Birkenpilze und Rotkappen. Der für den Königsforst typische Mischwald bietet gute Voraussetzungen für das Wachstum von Pilzen. Allerdings hängt das auch stark von der Wetterlage ab. Ideal ist eine feuchte, nicht zu kalte Witterung. Besonders im Bereich des „Kettners Weiher“ und der kleinen Bäche existieren feuchtere Bereiche mit interessanten Pilzarten. Dennoch sollte man für die Suche im Eifer des Gefechts nicht einfach querfeldein laufen, sich eher an die Waldwege halten und insbesondere darauf achten, dass es auch im Königsforst für einige geschützte Bereiche ein Betretungsverbot gibt.

 

Steinpilze im Wald
Zwischen buntem Laub lassen sich im Herbst Steinpilze und viele weitere Pilzarten entdecken. Geführte Pilzwanderungen, wie sie beispielsweise Volkshochschulen anbieten, eröffnen einen fachkundigen Blick auf die Vielfalt am Waldboden. © jggrz, pixabay

 

Das Rotthäuser Bachtal – kleines Naturparadies östlich von Düsseldorf

Wen es beim herbstlichen Ausflug eher Richtung Düsseldorf zieht, für den bietet das Rotthäuser Bachtal ein attraktives Ziel. Es liegt östlich der Landeshauptstadt nahe Gerresheim. Hier hält die Natur einen Mix aus Bachlauf, Feuchtwiesen, Teichen und Buchenwald bereit. Die Herbstfärbung ist hier besonders schön und bildet einen reizvollen Kontrast zu den offenen Wiesen, die nach Ende der Trockenperiode und zahlreichen Regenfällen wieder grüne Farbe angenommen haben. Bei schönem Wetter empfiehlt sich eine etwas längere Wandertour von ca. 9 Kilometer. Der Startpunkt ist das Krankenhaus im Ortsteil Gerresheim. Dorthin gelangt man entweder mit dem Auto oder mit dem ÖPNV. Mit der Regionalbahn geht es zunächst bis Düsseldorf Hauptbahnhof. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S28 in Richtung Wuppertal Hauptbahnhof bis zur Station Düsseldorf-Gerresheim.

 

Bunte Buchenwälder, Teiche und Feuchtbiotope locken besonders im Oktober

Von dort erreicht man den Einstieg ins Bachtal am besten. Der Rundwanderweg verbindet das Rotthäuser Bachtal mit dem Morper Bachtal und dauert knapp drei Stunden. Für den Monat Oktober wird die Tour mit ihren Buchen- und Auenwäldern, dem Bachtal mit seinen Feuchtwiesen, den Teichen und Feuchtbiotopen und dem historischen Hohlweg als besonders schön beschrieben. Empfohlen wird festes Schuhwerk, denn einige Wege können ein wenig matschig sein, wenn es zuvor länger geregnet hat. Für Wanderer besonders attraktiv: Auf halbem Wege liegt an der Erkrather Landstraße das „Restaurant Kaisershaus“, wo man eine längere Rast mit Mittagessen einplanen kann. Montags ist allerdings Ruhetag.

 

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© Beitragsbild 1: JillWellington, pixabay (https://pixabay.com/de/photos/herbst-jahreszeit-986350/)

© Beitragsbild 2 und Vorschaubild: jggrz, pixabay (https://pixabay.com/de/photos/pilze-steinpilze-herbst-wald-8394735/)

© Titelbild: Hans, pixabay (https://pixabay.com/de/photos/herbst-bl%C3%A4tter-b%C3%A4ume-weg-pfad-779827/)

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