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Gemeinschaft: Werte Wandel Wachstum

Sicherer Wohnraum erfordert besondere Verantwortung

Dormagen | Viktoria Miller | 29.06.2026

Bezahlbarer und sicherer Wohnraum entsteht nicht zufällig. Er erfordert langfristiges Denken, wirtschaftliche Verantwortung und eine klare Orientierung am Gemeinwohl. Die Baugenossenschaft Dormagen eG verbindet diese Prinzipien seit rund 100 Jahren mit dem Ziel, ihren Mitgliedern dauerhaft ein verlässliches Zuhause zu bieten.

 

Lesedauer: ca. 3 Minuten

 

Baumaßnahmen der Baugenossenschaft Dormagen eG (BGD) orientieren sich am langfristigen Wohnen

Die Baugenossenschaft Dormagen eG setzt auf genossenschaftliche Grundwerte wie Solidarität und Mitbestimmung. Ihre Aktivitäten sind auf Gemeinsinn und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht der Mensch. Von der starken Gemeinschaft profitieren Bewohner und Bewohnerinnen aller gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen. Dieser genossenschaftliche Auftrag steht in der Unternehmensphilosophie der BGD an erster Stelle. Im Unterschied zur private Wohnungswirtschaft besteht das grundlegende Ziel in der langfristigen Sicherung guten und bezahlbaren Wohnens für ihre Mitglieder.

 

Verantwortungsvolle Planung und Weitsicht bestimmen das Handeln

Dies erfordert in besonderem Maße ein verantwortungsvolles und weitsichtiges Handeln bei allen Aktivitäten im Wohnungsbau, sowohl beim Neubau als auch in der Bestandspflege. Im Zentrum der Planungen muss die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen in der Gegenwart und in der Zukunft stehen. Zugleich gilt aber: Gemeinwohlorientierung geht vor Gewinnorientierung. Das kostengünstige Wohnen zu moderaten Mieten ist die Messlatte. Das setzt dem Neubau und der Quartiersentwicklung bei sich verändernden Marktsituationen immer wieder Grenzen und verlangt bisweilen Flexibilität. Das Ziel aber bleibt unverändert: Auch nach 100 Jahren kümmert sich die BGD weiterhin kontinuierlich um gutes und bezahlbares Wohnen.

 

Beruhigender Hafen für Mitglieder in turbulentem Lebensumfeld

Die Ausrichtung auf kostengünstiges Wohnen hat für die Mitglieder der Genossenschaft nicht nur finanzielle Aspekte. Das genossenschaftliche Prinzip gibt den Mieterinnen und Mietern eine besondere Sicherheit, einen beruhigenden Hafen in einem Lebensumfeld, das zunehmend turbulenter und herausfordernder wird. Nicht selten müssen sich Menschen woanders um die Sicherheit ihrer Wohnungen, um das verlässliche Dach über dem Kopf sorgen. Von dieser existentiellen Sorge befreit zu sein und langfristig, sicher und sozial verträglich wohnen zu können, ist ein Pluspunkt für die Lebensqualität. Das sichere Zuhause als privater Rückzugsort zählt zu den menschlichen Grundbedürfnissen und eröffnet zugleich die Möglichkeit, in einem sozialen und lebenswerten Umfeld die zwischenmenschlichen Kontakte zu pflegen, ein offenes Ohr für die Probleme und Sorgen der Nachbarn zu haben. Der genossenschaftliche Auftrag der Baugenossenschaft misst diesem sozialen Grundbedürfnis eine hohe Bedeutung bei.

 

Marco Kletti Baustelle
Marco Kletti, Abteilungsleiter der Technischen Abteilung der BGD, begleitet die Entwicklung des neuen Stadtquartiers Dormagen-Horrem. Das Projekt steht beispielhaft für den genossenschaftlichen Auftrag, bezahlbaren und zukunftsfähigen Wohnraum langfristig zu sichern. © Foto: Sharon Nathan, Baugenossenschaft Dormagen eG

 

Wohnraum für jede Lebensphase

Daraus folgt, dass alle baulichen Planungen primär auf den Menschen, unsere BGD-Mitglieder, ausgerichtet sein müssen. Erst dann rücken die ebenfalls wichtigen Aspekte des Wohnungs- und Städtebaus am heimatlichen Standort in den Blick. Orientierung am Gemeinwohl bedeutet ein fortlaufendes Bemühen um die Sicherung der Lebensqualität. Sicherer Wohnraum bedingt auch eine stetige Verbesserung der Wohnqualität, technische und energetische Optimierungen des Wohnraums, damit sich Mieterinnen und Mieter dort wohlfühlen. Und es bedeutet ferner Nachhaltigkeit in der architektonischen Planung. Das Stichwort lautet: flexible und generationengerechte Raumkonzepte, die sich an den unterschiedlichen Lebensphasen und Bedürfnissen der Bewohner orientieren. Denn Wohnbedürfnisse verändern sich im Laufe des Lebens – etwa durch Familienzuwachs, den Auszug der Kinder oder im Alter. Die Baugenossenschaft Dormagen unterstützt ihre Mitglieder dabei, auch in veränderten Lebenssituationen passenden Wohnraum innerhalb der Genossenschaft zu finden. Die Mitgliedschaft bietet dabei den Vorteil einer bevorzugten Berücksichtigung bei der Wohnungssuche. Zugleich trägt ein bedarfsgerechter Wohnungswechsel dazu bei, vorhandenen Wohnraum nachhaltig und im Sinne der Gemeinschaft zu nutzen.

 

Sozial ausgewogene Wohnungsversorgung breiter Bevölkerungsschichten

Die außerordentliche gesellschaftliche Bedeutung des genossenschaftlichen Auftrags für den Wohnungsbau in Deutschland wird bei einem Blick auf die Marktzahlen deutlich: Der Mietwohnungsbestand der bundesweit ca. 2.200 Baugenossenschaften beträgt etwa 2,2 Millionen und bietet ein sicheres und langfristiges Zuhause für rund 5 Millionen Menschen. In den gegenwärtigen Zeiten, die in vielen Regionen von steigenden Mieten und Wohnraumknappheit geprägt sind, stellen genossenschaftliche Wohnungen einen wichtigen Mosaikstein für eine sozial ausgewogene Wohnungsversorgung breiter Bevölkerungsschichten dar und fördern den sozialen Zusammenhalt.

 

Wohnungsbaugenossenschaften im Rheinland mit besonderer Verantwortung

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen spielen die Wohnungsbaugenossenschaften eine besonders wichtige Rolle. Aufgrund der Bevölkerungsdichte gilt der Wohnungsmarkt hier als besonders angespannt. Darauf deuten auch die Angaben des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW) hin. Dieser vertritt rund 480 Wohnungsunternehmen und Genossenschaften mit etwa 1,1 Millionen Wohnungen, landesweit rund 21 Prozent des gesamten Mietwohnungsbestandes. Nahezu jeder fünfte Mieterhaushalt in NRW wohnt in einer genossenschaftlichen Wohnung. Besonders im Rheinland übernehmen Wohnungsgenossenschaften wie die Baugenossenschaft Dormagen eine wichtige wohnungspolitische Funktion. In einem angespannten Marktumfeld tragen sie zur Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums bei und wirken mietpreisdämpfend. Da die Baugenossenschaften nicht gewinnorientiert sind, stoßen sie allerdings aufgrund hoher Bau- und Grundstückskosten zeitweilig an Grenzen. Größere Neubauprojekte erfordern Verantwortung und Weitsicht. Häufig sind sie nur noch mit staatlicher Förderung wirtschaftlich darstellbar.

 

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© Titelbild, Beitragsbild und Vorschaubild: Sharon Nathan, Baugenossenschaft Dormagen eG

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